Dienstag, 12. November 2013

Ich habe zu wenig Laub...

wie jedes Jahr eigentlich. Schon längst wollte ich bei den Nachbarn das Laub harken, doch meine Rippenzerrung erinnert mich daran, dass große Pläne nun kleiner gehalten werden sollten. Mein weniges Laub habe ich nun restlos geharkt und auf die Oca Beete verteilt, die damit bei weitem noch nicht ausreichend geschützt sind. Daher habe ich tatsächlich einige Stauden zurück geschnitten, die sich besonders breit gemacht haben und den Rückschnitt gleich noch mit auf den Oca Beeten verteilt.
Eigentlich lasse ich die Stauden stehen und schneide erst im Frühjahr zurück. Doch bislang sind die Temperaturen noch mild und ich konnte GG überzeugen am nächsten Wochenende bei den Nachbarn einzukehren und dort das Laub zu harken. 10 Schubkarren brauche ich bestimmt...



In der Nacht von Sonntag auf Montag gab es den ersten Frost und es wurde nun doch Zeit, dass ich mich um Kübelpflanzen und empfindlichere Pflanzen kümmere.
Salvia bulleyana und Baumchili sind ausgegraben, getopft und haben zusammen mit den meisten Kübelpflanzen ihr erstes Winterquartier bezogen. Sogar einen Salvia trijuga habe ich noch ausgegraben und im Anzuchthaus untergebracht.
4 Merck Dahlien (Dahlia merckii) sind vorerst im Stall, um später in Kisten gepackt zu werden. Die Pflanzen hatte ich letztes Jahr ausgesät und sie haben sich ziemlich gut entwickelt. In der Regel bleiben die Knollen der Dahlia merckii auch eher kleiner.Die Knolle der Datura innoxia ist dagegen noch verhältnismäßig klein und ich hoffe mal, dass ich sie gut durch den Winter bringe.
Einige Pelargonien blühen immer noch und die zierliche Pelargonium abrotanifolium vor der Haustür mochte ich einfach noch nicht ins Winterquartier stellen. Ein paar Tage darf sie noch die Sonne vor der Haustür genießen.

Sehr gespannt bin ich, ob es die Baumtagetes (Tagetes minuta) und die Färbertagetes (Tagetes erecta) noch schaffen, Samen anzusetzen. Mit etwas Glück klappt das vielleicht noch.

Scabiosa ochroleuca die gelbe Witwenblue blüht ununterbrochen und immer noch weiter. Ich bin wirklich begeistert von diesen niedlichen Pflanzen, die außerdem auch noch so beliebt bei Insekten sind.
Weniger des Geschmacks wegen, sondern eher, weil ich ihn so gerne anschauen mag, bereichert der leuchtende Mangold noch mein Gemüsebeet. Er sät sich jedes Jahr munter selbst aus und im Frühjahr habe ich schon so manches Mal diese schönen Pflänzchen auf den Kompost werfen müssen, weil sie einfach zuviel wurden. Die Schönsten Farben pflanze ich in der Regel um und freue mich dann über die schönen Farben.

Ich bin immer noch unschlüssig, was ich mit dem Salvia stolonifera mache, der gerade noch einmal so richtig auffährt. Ist er nun winterhart oder nicht? Leider konnte ich kein Saatgut gewinnen....

Die neuen Rosen sind inzwischen alle untergebracht:
Bambusrose (Rosa multiflora watsoniana) direkt an Terrasse
Kletterrose Sea Spray an Flieder in Vorgarten
Ausläufer von Gerorges Vibert ins Beet zur Honorine de Brabant
Ausläufer falsche Cesar Baccaria auf der Nordseite am Kirschbaumbeet
Ausläufer Rosier de Damas Nordseite zur Rosa canina neben Buddleja alternifolia
Rambler Francois Juranville auf die Nordseite am Patchworkweg unter den Kirschbaum
Phyllis Bide in Terrassennähe an den Flieder
Rosa woodsii fendlerii unter den Kirschbaum zum Zaun an Pferdekoppel
HaveringRambler ist zur Haselnuss am Lehmhügel gezogen.
Der Rambler Alexandre Girault ist nun zur Rosa canina gezogen. Ob der Platz so ideal ist, kann ich noch nicht beurteilen.
Die tollen neuen Blumenzwiebeln, von denen ich teilweise nur 3 oder 5 Stück bestellt habe sind inzwischen auch schon in der Erde versenkt.
Narzissus bulbocodium conspicuus eine goldgelbe Wildnarzisse für leicht feuchte Standorte – 5 Zwiebeln zur Sea Spray und 5 Zwiebeln zu Phyllis Bide
Tulipa turkestanica, weil ich keine mehr in den örtlichen Läden gefunden habe, ist nun verteilt im weissen Beet
Tulipa clusiana Cynthia eine Wildtulpe die auch Damen-Tulpe genannt wird, hat am selben Tag ihren Platz im Präriebeet bezogen. Dort habe ich jede Zwiebel einzeln gesteckt. 
Tulipa marjolettii ist in das Vorgartenbeet zur Nelke gezogen.
Tulipa biflora - zweiblütige Tulpe, begleitet den Salvia jurisicii
Tulipa humilis – rechts neben der Haustür im Tuff gepflanzt
Eine einzelne Zwiebel Narcissus rupicola ssp. watieri – die habe ich zum Salvia lyrata in das Beet rechts neben der Haustür gepflanzt. Einige Blätter oben auf und noch mal mit etwas Erde beschwert. Dort ist der Boden nicht feucht und es ist in der Nähe der Hauswand.
Muscari comosum die schopfige Traubenhyazinthe, die gleichzeitig als italienische Delikatesse gehandelt wird, wartet noch auf den richtigen Standort. Die konnte ich übrigens auch vollkommen problemlos noch hinterher bestellen.
Im Garten beobachten wir vermehrt schon die Vögel und auch das Eichhörnchen ist wieder sehr aktiv. Unseren Buntspecht haben wir schon beobachten können aber wir haben das erste Mal in unserem Garten einen Kernbeisser und einen Zaunkönig gesehen.
Da unser Stan sich verletzt hat, ist die gesamte Katzenbande eingesperrt. Polly und Stummel dürfen zwischendurch mal kurz raus, können aber nicht selbst entscheiden, wann das ist. Für uns alle gerade etwas anstrengend. Was unser Stan hat, wurde leider nicht sicher festgestellt, da wir ihn nicht einfangen konnten. Er ist auch nach 3 Jahren immer noch extrem scheu und vorsichtig und läßt sich nur ganz selten mal anfassen. Inzwischen ist er jedoch wieder recht munter. Nach 4 Tagen Flucht und Lethargie hat er wieder ein wenig Vertrauen gewonnen und obwohl er seinen Schwanz noch nicht bewegt und stark humpelt, geht es ihm ganz gut dabei. So gut, dass er heute mal eben die Katzentoilette umgeworfen hat, weil er dachte, er kann schon wieder auf der Kante balancieren....
Wir hatten die Woche schon 2 Tierärzte zu Besuch und es besteht der Verdacht einer Rückenmarksverletzung und ev. einer Beinverletzung dazu. Sicher kann es nicht diagnostiziert werden, wenn wir ihn nicht einfangen. Da aber eine Besserung eintritt ist das vermutlich nicht notwendig.
Wie man auf dem Foto sieht, kann er sich aber schon wieder gut verrenken und Polly unsere Katze leistet ihm Beistand und lässt sich auch gerne mal von Stan beschmusen. Am Wochenende wird er dann noch einmal begutachtet.

Zum Abschluss habe ich heute einmal ein vollkommen anderes Thema, welches mir sehr am Herzen liegt.
Atomausstieg - selber machen:
Jeder kann seinen Teil zur Energiewende und zum Atomausstieg als Verbraucher beitragen. Schnell, einfach und auch günstig. Meist kümmert sich der neue Anbieter um den Wechsel.
Das "Grüner Strom Label" kennzeichnet seriöse Unternehmen und wird unter anderem vom NABU und BUND mitgetragen. Mehr Infos und welche Enegirversorger von etwa 60 verschiedenen in Deutschland für mich in Frage kommen, kann ich schnell und einfach über meine PLZ heraus finden.
www.gruenerstromlabel.de
Der BUND stellt auf seiner Seite 4 bundesweite bekannte Unternehmen vor und stellt interessante weiterführende Links zur Vefügung.
Grüner Strom ist nicht teurer und vor allen Dingen sehr Preisstabil. 
Wir sind seit vielen Jahren selbst bei Greenpeace Energy.


Kommentare:

  1. Liebe Cordula,
    ich lasse einiges an Laub auch liegen.
    Nur das ganze Walnusslaub und das Weinlaub vom Hof kommt weg.
    Mein Mangold steht auch noch so schön, aber es gibt keine Samenstände. Meinst du es kommen noch welche?
    Alles Gute für euren Stan und das er sich gut erholt!
    Ganz viele liebe Grüße
    und einen gemütlichen Abend wünscht dir Urte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Urte,
      Mangold setzt meistens erst im 2. Jahr Samen an (aber ich weiß nicht, ob mein Mangold das weisss...). Wenn ich zu wenig Laub hatte, habe ich sogar schon Kastanien und Walnusslaub auf meine Ocas gekippt. Besser, als wenn mir meine Schätze erfrieren. Das habe ich aber zum Teil im Frühjahr auf den Kompost gegeben, weil es nur schwer verrottet..
      Lieben Gruß Cordula

      Löschen
  2. Betreibe auch "Laubwirtschaft", unsere Linde ist in der Zwischenzeit so gross, dass ich viele Zeinen einsammeln und wo nötig wieder ausbringen kann. Vorher sind wir extra in den Wald gezogen un haben so manchen Sack nach Hause getragen. So manches Staudenbeet dankts. Auch wenn der Mangold im zweiten Sommer zu blühen beginnt , seine frühen Blätter und Stängel schätze ich sehr.
    Grüsse von Juralibelle

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich verschenke im Frühjahr immer viele Mangoldbabys, bis ich keine Abnehmer mehr finde....
      Schon lustig, wo der sich manchmal aussät und schade, dass ich ihn nicht esse. Wenn es einer doch mal schafft an einer von mir aus gesehen ungünstige Stelle zu wachsen, verschenke ich den. Dieses Jahr hat sich eine Kollegin über eine große Tüte gefreut.
      Meine Linde hat erst 10 kleine Blätter, aber die Nachbarn haben 2 Stück und wehe, die haben schon geharkt....
      Lieben Gruß Cordula

      Löschen
  3. Liebe Cordula,
    dann drücke ich Dir mal die Daumen, dass Dein GG gutes Wetter und ausreichend Zeit für die Laubaktion hat. Ich weiß ja, wie schnell sich Laub auf den Beeten verteilt! Die 8 bis 10 Sammeltaschen von Nachbars Buchen fehlen mir wirklich. Dadurch sah es vom Hochwald bis zur Ligusterhecke immer so schön gleichmäßig aus. Und im Frühjahr, wenn dann Waldmeister, Buschwindröschen und Gedenkemein aus dem Laub hervorkamen :-) Aber inzwischen überwiegt bei mir die Angst, dass ich mir mit so einer Aktion noch mehr Zecken und deren Vorstufen in den Garten einschleppe. Denn gerade bei dieser Witterung warten sie bestimmt noch in der Laubstreu auf den Flächen, wo Mensch und Tier sich häufiger bewegen. Auch wenn sie jetzt langsamer als in feuchten Sommern unterwegs sind. Jedenfalls wurde ich, seitdem unsere Nachbarn nun wieder ihr Laub abfahren, etwas weniger mit Zecken konfrontiert ...

    Wenn ich mir Deine Liste der Pflanzaktionen ansehe, dann bin ich doch froh, dass im Laufe der Jahre trotz Schneckenfraß & starker Winter unser Garten so gut nachverdichtet ist, dass ich fast nichts mehr pflanzen kann und nun lieber in dieser Zeit für die Deko aus dem Vollen schöpfen kann. Allerdings muss/möchte ich bei dem herrlichen Wetter jetzt auch gleich raus - noch ein paar Containerosen und Rosenkinder endlich ins Land pflanzen ...

    Maus & Allegra werden mir wohl kaum Gesellschaft leisten. Denen ist schon zu kalt. Da wir noch nicht heizen und lieber lüften, braucht Maus sogar wieder ihre 75 Watt Glühlampe auf dem Bett als 'Heatingball'. Ich weiß, dass das Energieverschwendung ist - sie könnte auch unter ihre Kuscheldecke krabbeln. Aber sie neigt schon seit Kindertagen zu Erkältungen. Daher kann ich gut nachvollziehen, wie sehr ein krankes Tier, dem man nicht richtig helfen kann, auf die Stimmung drückt ...

    Nach Fukushima haben wir relativ schnell auf Ökostrom mit Label umgestellt. Aber was da im Moment in Sachen Energiewende passiert, und dass Deutschland sogar Strom exportieren muss, da er hier selbst im Winter manchmal nicht gebraucht wird :-( da verkrieche ich mich lieber zeitweilig in meine kleine Deko- & Gartenwelt ...
    Ich wünsche Dir frohes Schaffen!
    Liebe Grüße
    Silke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Silke, bisher haben wir keine übermäßigen Zecken. Die Katzen bringen vereinzelt mal welche mit, aber die kann ich leider nicht entfernen....
      Ich glaube das Laub von den Nachbarn ist da auch nicht so schlimm, wie es aus dem Wald sein könnte.
      Der Garten ist ja auch immer noch im entstehen und einige Bereiche sind noch nicht einmal angefasst, von daher steht mir immer noch mal wieder etwas bevor und eigentlich habe ich noch viel zu viel Grünfläche.
      Und Schnecken habe ich leider auch unendlich viele, allerdings geht es auf der Ostseite des Hauses.... Naja und es freut mich, das schon einige Leser grünen Strom haben und wenn ich vielleicht auch nur einen Leser dazu anrege, sich damit zu befassen und zu wechseln freue ich mich sehr.
      Unser Stummel vermißt es im Moment arg draussen zu sein und nutzt jede Gelegenheit und auf Stan den Hinkefuß müssen wir richtig aufpassen, damit er uns nicht nach draussen entwischt. ...
      Lieben Gruß Cordula

      Löschen
  4. Bei Greenpeace Energy sind wir schon seit Jahren, das war wirklich eine gute Entscheidung.
    Rosa multiflora watsoniana muss ich gleich mal nachschlagen, das klingt spannend.
    VG
    Elke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wir sind mit Greenpeace Energy auch sehr zufrieden. Die Bambusrose habe ich von o-planten, der seinen Rosenverkauf dieses Jahr leider schon eingestellt hat. Wir treffen uns in der Regel ein oder 2 x im Jahr im Rosenpark. Ein sehr netter Verkäufer mit vielen tollen historischen und wurzelechten Rosen, aber auf die Bambusrose bin ich auch sehr gespannt. Vielleicht kann man die ja über Ausläufer oder Stecklinge vermehren, allerdings ist sie noch zu jung.
      Lieben Gruß Cordula

      Löschen
  5. Hallo Cordula,
    gut, dass ich auf pflegeleichte Rosen umgestellt habe und nur eine Agastache Sweet Nectarin, die es dank des "Sommers" nicht geschafft hat zu blühen und Samen zu machen, winterfest machen musste. Aber ich kann Deine Staudenleidenschaft sehr gut nachvollziehen!!! Heute werde ich die beiden letzten Rosen, die aus dem schönen SH von Frau Preuß kommen, in die Erde bringen und Ausläufer einer Agatha-Variante, die schon sehr lange auf einem Bauernhof im Nachbardorf steht und die ich gestern ausgegraben habe. Dann kann ich 2 Agathen vergleichen! Es gab ja mal ca. 60! Mein Zähler steht dann auf 329 verschiedene, für nächstes Jahr gibt es nur noch 5 Plätze - dazu muss ich aber erst noch 4 Rosen verschenken, 2 davon sind noch zu bestimmen - vermutlich beides Blanchfleur, Fehllieferungen!
    Liebe Grüße
    Rudolf

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Rudolf,
      das kenne ich irgendwo. Ich hatte dieses Jahr 3 x die Centifolia a fleurs doubles violettes und da dir Gros Provins panachee die Honorine de Brabant ist, die Charles deMills plötzlich auch doppelt vorhanden war, muss ich auch erst mal Platz schaffen, um neue Rosen zu pflanzen. Aber auf 329 Rosen komme ich natürlich nie und nimmer.....
      LG Cordula

      Löschen
  6. Dafür hast Du sicherlich 987 verschiedene Salvien, Okras und andere Kostbarkeiten. Da ich ja 2014 keine Rosenkataloge mehr wälzen muss, schaffe ich es vielleicht, sie in Natura zu bewundern....
    LG Rudolf

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...