Montag, 22. April 2013

Endlich wieder dreckige Pfoten

Trotz Handschuhen gehört es nun dazu, sich täglich wieder Dornen oder Stacheln aus den Fingern zu pulen und die Erde an den Fingern, obwohl ich eigentlich nur gucken wollte ist jetzt beim täglichen Garten Rundgang unvermeidbar.

Bevor ich meinen Garten wieder eine Woche verlassen muss, habe ich versucht, die meisten andinen Knollen unter die Erde zu bringen und jeden Tag ein klein wenig im Garten zu tun.
Das Gemüsebeet auf der Nordseite ist jetzt vollständig bepflanzt und einige kleine Knollen sind vorerst in Töpfen platziert.

Im Gemüsebeet auf der Nordseite (10 Sorten)
1056 Yellow light Orange,
1055-Franks Sämlinge,
1022 Dark Red,
1125 Red Pink,
1021 Amarillo,
1129 Yellow long,
1020 Orange
1052 New Zealand
1117 Light Yellow
Oca New Zealand from AndreasNB

16 weitere Töpfe sind bestückt mit Oca, Ulluco und Mashua (unter anderem):
1110 Light Red Pink,
1024 Pink Red,
1131 Orange with Red Stripes,
1109 Red/Yellow,
1122 white with Red Stripes,
Frank Mixed,
Dark/Black,
Mashua,
Ulluco 0806071,
Ulluco 09510.2,
Ulluco-Grün
Ulluco Pink runde
Ulluco Yellow – längliche Variante
Ulluco gelb Orange gemustert - rund
Auch auf der Westseite ist das erste Beet vollständig mit Oca bepflanzt. Hier sind viele Sorten noch nicht numeriert und katalogisiert von mir, ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln.
Gemüsebeet Westseite beginnend beim Pferdezaun (9 Sorten):
2 Reihen der neuen Sorte „Oca Red BRD“,
1057 Oca gelb,
1023 Oca Orange Rote Nabe,
längliche Variante,
1004 Peach,
Oca Mix Orange,
Oca New Zealand ex. Nr.2,
Oca mexican red (?),
Oca von realseeds
Eigentlich wollte ich mich mit den Ocas dieses Jahr etwas einschränken. Aber der Vorsatz hat nicht funktioniert. Jetzt sind beide Oca Beete voll und ich habe immer noch haufenweise Knollen zu legen. In der Wäschekammer steht noch der Balkonkasten, in dem ich die Arten mit minimalsten Erträgen gelagert habe. Ich glaube, ich habe auch dort nur eine einzige Art verloren.

Um etwas die Zeit aufzuholen, habe ich noch viele Aussaaten draussen in Töpfen getätigt. Das Anzuchthaus leer geräumt und die ersten pikierten Pflanzen dort untergebracht. Auch schon Tomaten und Salvias. Die überwinterten Kübelpflanzen, fast alles Mirabilis stehen dort ebenfalls dicht gedrängt und meine bewurzelten Pelargonienstecklige sind jetzt zum Teil auch umgepflanzt und dort erst einmal untergebracht.
So härten sie draussen ab und mein Liebster hat drinnen weniger zu giessen – dachte ich. Doch als ich die Lücken in den Reihen sah, habe ich schnell wieder einige Pflänzchen pikiert und die Lücken gefüllt. Daraufhin wurden natürlich auch gleich neue Aussaaten auf den Fensterbänken verteilt.
Tut mir leid Liebster, Du hast genauso viel zu giessen, wie vorher, aber keine Sorge, die Zeit ist bald vorüber.
Die zierliche Wildtulpe Tulipa polychroma beglückt mich in diesem Jahr das erste Mal mit ihren Blüten. Ich habe sie im letzten Jahr aus Holland bestellt.
Pulsatilla vulgaris hatte ich letztes Jahr als Staude gekauft. Nach vielen Fehlschlägen, sie selbst auszusäen, blüht sie nun endlich direkt am Weg.
Die ertauschten Primeln zeigen sich mir dieses Jahr erstmalig in voller Pracht. Aber auch die gefüllten Primeln, von denen ich mir immer wieder mal eine Pflanze gekauft habe, entwickeln sich. Mickerig dagegen bleiben die einfachen, die es überall im Handel zu kaufen gibt.

Und auch die Narzissen beginnen gerade ihre Blütenpracht zu entfalten.
Einige der Alteingesessenen, aber auch die Cassata aus dem Vorjahr.

Für die ganze Umpflanzerei brauchte ich Erde. Dafür habe ich eine Schubkarre Erde aus dem Graben in der magischen Ecke ausgehoben und 3 große Steine zu Tage gefördert. Die lehmige Erde mische ich dann mit einem Sack gekaufter Erde. Ob ich meinen Graben in diesem Jahr noch fertig stelle?
Insgesamt bin ich mit dem magischen Bereich aber einigermaßen zufrieden. Die neuen Pflanzen wachen ganz gut. Zimt Himbeere, deutsche Hundszunge, Geranium, Waldsauerklee, Haselwurz, Farne, Buschwindröschen - sogar das Gelbe, Waldphlox, Corydalis cava und solida, Leberblümchen, Primula vulgaris, Waldgeißbart, Pestwurz, Schneeglanz, Epimidium, Thalictrum scheinen sich langsam zu entwickeln. Sogar meine Engelwurz kommt und ich habe es gewagt, den Schneckenschutz zu entfernen. Am Schuppen selbst wachsen langsam die Kletterhortensie und Lonicera. Von den gefühlten 100 Rhabarberpflanzen zeigen die ersten ihre Köpfe.
Thalictrum flavum an der Hauswand
Salvia forskaohlei an der Auffahrt
Fast vergessen:
Ich möchte ja so gerne viele Insekten. Dafür hatte ich mir letztes Jahr ein kleines Insektenhotel gekauft. Das wurde dann durch unseren Specht zerlegt. Dafür summt und brummt es gerade bei schönem Wetter am Lehmhügel. Auf der Rückseite des Lehmhügels befinden sich alte Rindenreste und der Lehm läuft in Sand aus. Ich konnte noch nicht ausmachen, wo die kleinen Tiere wohnen, aber sie leben auf jedem Fall im Lehmhügel. Optisch ist er noch nicht besonders attraktiv und meinem Liebsten immer noch ein Dorn im Auge. Aber da er nun nachweislich bewohnt ist, ist mein Liebster auch glücklich und der Hügel ist geduldet.
Wir haben auch endlich die Terassenmöbel raus gestellt und beim Grillen draussen gegessen.
Tulipa - botanischer Mix auf der Nordseite
Das war nun wirklich einmal viel Text, aber das Frühjahr ist auch immer der Zeitpunkt, in dem besonders viel zu entdecken und zu tun ist.
Ich hoffe, ich habe Euch liebe Leser nicht erschlagen mit meinem Frühlingsrausch.

Kommentare:

  1. Immer wieder spannend, in deinem Garten zu stöbern.
    Die Tulipa polychroma wollte ich schon mal ausprobieren. Oder doch turkestanica, bin noch hin und her gerissen, welche es im Herbst wird.
    VG
    Elke

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    1. Hallo Elke,
      da warst Du aber schnell. Die Tulipa turkestanica habe ich bei meinem Umzug vermurkst. Ich hatte ja leider versehentlich alle Blumenzwiebel während der Bauphase zusammen gekippt, als wir Eimer brauchten. Und die Wilden wirken nur, wenn sie in Büscheln zusammen gepflanzt sind.
      Hol die Beide, sie sind hübsch, aber ganz unterschiedlich. Die T. turkestanika hat mehrere Blüten an einem Köpfchen und hängt manchmal ein klein wenig über.
      Lieben Gruß Cordula

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  2. Das war ein sehr interessanter Gartenrundgang. Du liebst ja auch so die Vielfalt. Mit den schmutzigen Händen ergeht es mir genau wie Dir, man wollte doch nur mal schauen. Ich hoffe immer, dass mir im Büro niemand so genau auf die Hände schaut.
    Liebe Grüße von Marie

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    1. Hallo Marie,
      ...und beim Schauen hat man ja auch nicht immer Handschuhe dabei. Mit gepflegten Fingernägelen ist das eben nichts....Ach und zur Not, kann man die Finger auch mal schnell unterm Schreibtisch dezent verstecken :-)
      Lieben Gruß Cordula

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  3. Liebe Cordula,
    jetz habe ich gerade ein wenig bei dir herum
    geschnorckelt und sehe, ich habe diesen schönen Post verpasst.
    Dein magischer Bereich ist ein Traum. Ich bin so verliebt.
    Diese alten Bäume und alles ist so urwüchsig.
    Sowas hätte ich zu gern bei uns. Aber hier ist leider alles so
    exakt eingeteilt. Die Wiese ist für meinen Mann und die Jungs
    zum Fußball spielen und er rückt auch keinen Zentimeter mehr heraus.
    Mein Gärtchen hat er mit Betonbegrenzungssteinen abgegrenzt. Grrr!
    Das soll besser sein wegen seinem Rasenmäher.
    Naja, mit der Zeit werde ich ihn schon überzeugen ;-)
    Ganz viele liebe Wochenendsgrüße
    sendet dir Urte

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    1. Hallo Urte, hab heute auch das erste Mal Rasen gemäht. Meine Beetkanten habe ich heute mit Rasenschnitt abgedeckt, weil der rasen bei mir immer eher in die Beete wächst, ist ja nicht so ordentlich. Manchmal hat das auch Nachteile...Mein Garten ist halt recht urig, aber nicht alle Bereich. Die Auffahrt ist noch reichlich schnöde....Der Garten wächst ja noch....
      Lieben Gruß Cordula

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